2000-Jahr-Jubiläum von Solothurn

Solothurn feiert dieses Jahr sein 2000-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt die urbane Kleinstadt Solothurn zum Geniessen und Entdecken ein. Die Stadt hat viel erlebt, viel bewirkt und ist immer noch eindrucksvoll und schön erhalten. Ein Besuch lohnt sich in vielerlei Hinsicht: einerseits wegen der Kunst, Kultur und Lebendigkeit und andererseits wegen der traumhaften Stadtkulisse. Das historische Zentrum und die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten wie die St.-Ursen-Kathedrale, das Baseltor oder der Zeitglockenturm sind bequem zu Fuss, durch die enge Kopfsteinpflastergässchen, zu erkunden.

Geschichte der Stadt

Solothurn wurde als „Salodurum“ 20 n. Chr. von römischen Militäringenieuren gegründet. Der Name Salodurum ist keltisch und bedeutet unter anderem „Marktplatz am Wasser“.

Um 400 n. Chr. wird ein christlicher Kult um zwei Märtyrer in Solothurn erwähnt. Ursus und Victor zählen zu den ältesten Heiligen in der Schweiz, die wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt wurden. Beide sind lange einem Massaker entgangen, wurden dann aber in Salodurum gefangen genommen und auf der Aarebrücke enthauptet, so die Legende. Ihre Grabstätte entwickelte sich im frühen Mittelalter zu einem wichtigen Wallfahrtsort, womit auch der Tourismus in Solothurn begann.

Das Mittelalter dauerte in Solothurn vom 6. bis zum 15. Jhdt. Es grenzt an ein Wunder, dass sich Solothurn als einzige städtische Siedlung zwischen Lausanne, Basel und Zürich durch das ganze Frühmittelalter hindurch behaupten konnte. Wahrscheinlich gab die Verehrung der beiden Stadtheiligen Ursus und Victor den Ausschlag, dass Solothurn als städtische Siedlung nicht aufgegeben wurde.

Ein Stück Weltpolitik erlebte Solothurn im Jahr 1038, als der römisch-deutsche Kaiser Konrad II. in Solothurn einen Reichstag hielt und seinen Sohn Heinrich III. zum König von Burgund krönen liess.

Zwischen 1530 bis 1792 residierten in Solothurn die französischen Könige. Die Stadt sonnte sich im Glanz der politischen und kulturellen Ereignisse sowie der prominenten Besucher. Das Stadtbild und die zahlreichen patrizischen Sommerhäuser in der Umgebung künden noch heute davon. Zudem brachten die Gesandten, französischen Lebensstil und Kunst, in die Stadt. Louis XIV bezahlte beispielsweise den Bau der Fassade der Jesuitenkirche und stiftete das Hochaltarbild in der Franziskanerkirche.

Am Freitag, 24. November 1797, morgen um 1 Uhr traf Napoléon auf seiner Reise durch die Schweiz in Solothurn ein. Nach seinem Aufenthalt in Fraubrunnen wollte er hier nicht länger verweilen, obschon für ihn Zimmer bereit standen, der Speisesaal hell erleuchtet war und ihm eine reichhaltige Mahlzeit angeboten wurde. Bonaparte nahm lediglich ein Glas Wasser an, das für ihn beim damaligen Fischbrunnen geholt wurde.

Solothurn war ein florierender und wichtiger Standort während der Industrialisierung. In der Blütezeit ereignete sich etwas von weltweiter Bedeutung: Die erste kommerzielle Starkstromleitung wurde in Betrieb genommen, von Oekingen in die Schanzmühle. Konzipiert wurde die Leitung von Charles Brown.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war es turbulent in der Schweiz. Interessanterweise gehörte Solothurn in der 68er-Zeit zu den kulturellen und politischen Schmelztiegel. Hier entstanden früh erfolgreiche Vereine und Initiativen. Besonders erwähnenswert ist die Gründung der Genossenschaft Kreuz als erste, genossenschaftlich geführte Beiz.

Die Solothurner Zahl

Die Geschichte der Stadt Solothurn ist eng mit der Zahl 11 verbunden. Gerne bezeichnen Solothurnerinnen und Solothurner die «11» als magische oder gar heilige Zahl. Der Umgang mit der Zahl 11 ist eine in die Geschichte zurückreichende Tradition. Einige Referenzen auf die Zahl 11 sind aus der Vergangenheit überliefert. So dienten die beiden Stadtheiligen Urs und Viktor gemäss Legende, zur Zeit des Römischen Reiches, in der 11. Thebäischen Legion. So wird Solothurn als 11. Stand der Eidgenossenschaft in der Auflistung der Kantone aufgeführt. 11 Kirchen und Kapellen, 11 Brunnen und 11 Türme gehören zum Stadtbild. Fortgesetzt wird die Elfer-Reihe aus älterer Zeit mit jeweils 11 Zünften, Vogteien, Domherren und Kaplänen.

Solothurn und die Aare

Die Aare zeigt sich zwischen Solothurn und Biel von seiner schönsten Seite. Bei einer gemütlichen Schifffahrt geniessen Sie die idyllische Landschaft. Ein besonderes Erlebnis!

Bilder: Solothurn Tourismus, Tino Zurbrügg
Textmaterial: Solothurn Tourismus
 
Datum: Mittwoch, 9. September 2020
Zeit: 9.00 Uhr ab Winterthur
Preis pro Person: Fr. 98.—
Buchung: Informationen und Details finden Sie hier

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